Die Zeit nach dem Trauma

Nach Ablauf von ca. sechs Monaten sollte das belastende Ereignis verarbeitet sein. Wir haben es integriert und zu einem Teil unserer Lebenserfahrungen gemacht und können nun beschwerdefrei weiter leben. Manchmal klappt das nicht, manchmal gelingt der Vorgang der Bewältigung nicht. Über die Gründe dafür habe ich bereits in früheren Blogbeiträgen geschrieben, wie geht es jedoch
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Nach dem Trauma

Für die vorher geschilderten Bewältigungsprozesse benötigen wir ca. 6 Monate. Spätestens nach diesen 6 Monaten werden die meisten Traumata erfolgreich bearbeitet. Manchmal, in wenigen Fällen, reicht diese Zeit nicht. Die „Posttraumatische Belastungsstörung“ bleibt erhalten, die Symptome der Überlastung verschwinden nicht. Als Folgedieser andauernden Belastung entstehen neue psychische Störungen, die nun auch anders behandelt werden müssen,
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Das Ende des Traumas

Die Bewältigung des „Unfalls“ beginnt sofort, nachdem der Schock abgeklungen ist. Wir wehren den Unfall zunächst ab, machen ihn ungeschehen oder verleugnen ihn. Damit schaffen wir die Entlastung, die die Grundlage für die nächsten Schritte darstellt. Wir erleben das Trauma, den Unfall, in unseren Gedanken, Phantasien, träumen davon, oft auch als Tagtraum. Allmählich ändert sich
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Anhaftung – das Festhalten des Traumas

Wenn etwas geschieht, womit wir nicht umgehen können, kramen wir in unserer Biographie so lange, bis wir irgendwo, meistens ganz weit hinten in unserer Entstehungsgeschichte meinen, eine Lösung gefunden zu haben. Psychodynamisch spricht man dabei von einer Regression: Wir gehen in eine frühe Phase unserer Entwicklung zurück, z.B. bis in unsere Kindheit, um nachzusehen, wie
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Traumatisierung und Bewältigung

Traumatische Erlebnisse führen zu plötzlichen oder andauernden Reizüberflutungen, lähmen die Entscheidungsmöglichkeiten (S.Freud: das „Ich“) und setzen damit die Bewältigungsfunktionen außer Kraft. Archaische unbewusste Ängste und Phantasien werden plötzlich Wirklichkeit, die Grenze zwischen Phantasie und Realität wird aufgelöst. Gleichzeitig entstehen neue Selbstbilder, bei denen aufgrund des situativen Versagens generalisierte Insuffizienzgefühle im Vordergrund stehen: „Wenn ich jetzt
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Meine Seele hat einen Unfall

Ein Unfall beinhaltet immer auch ein Überraschungsmoment: „Das habe ich nicht erwartet, ich bin vom Ereignis überrascht worden!“ Die Überraschung besteht bei einem Unfall in der Unvorhersehbarkeit des Ereignisses und gleichzeitig in der Reizüberflutung. Die Reizüberflutung ist zeitabhängig, das heißt, es geschieht zu viel in zu kurzer Zeit – meine Seele hat keine Zeit, alles
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Unausweichlichkeit des Leidens

Kein Lebewesen kann Geburt, Alter, Krankheit und Tod umgehen. Das Bemühen, dem Leiden auszuweichen, verstärkt das Problem leider nur noch mehr. Wenn Menschen dennoch – und zu Recht – glücklich sein wollen, so ist es nötig, dem Leiden gegenüber eine Haltung zu entwickeln, die die Probleme einerseits akzeptiert, andererseits aber auch das persönliche Streben nach
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Schmerz

Schmerz wird gelegentlich auftauchen und wieder vergehen. Wenn wir uns dem Schmerz zuwenden und versuchen, ihn zu verstehen, werden wir die Fähigkeit entwickeln, ihn auszuhalten. Es wird oft nötig sein, dies zu tun, denn Schmerz findet in jedem Leben statt. Deshalb sollten wir dem Impuls nicht nachgeben, der uns beim Auftreten von Schmerz dazu verführt,
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Die Akzeptanz des Schmerzes

In der Regel bewerten wir unsere negativen Erfahrungen zu schnell. Wir haben verlernt, die Weisheiten aus unserer Kindheit wahrzunehmen: ich laufe langsamer, damit ich nicht hinfalle, damit es nicht weh tut. Heute habe ich eine andere Wahrnehmung. Es ist die Wahrnehmung der gegenwärtigen Emotionen und Gefühle und deren Einteilung in zwei Kategorien: die, die ich
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Die Geschichte meines Schmerzes

Als Kind habe ich Schmerz anders wahrgenommen als heute. Schmerz war etwas, was ich mir nur erklären konnte, wenn er eintraf. Fiel ich hin, oder tat mir irgendwo weh, dann fühlte ich den Schmerz. Ich lernte, Vermeidungsstrategien zu entwickeln: wenn ich zu schnell lief, dann erinnerte ich mich an mein letztes Hinfallen und an die
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