„Wir brauchen dringend mehr Betten“

Fachklinik Sankt Lukas

„Wir brauchen dringend mehr Betten“
MdL Taubeneder informiert sich über Auslastung der
Fachklinik Sankt Lukas

Die Nachfrage ist groß und eine Auslastung garantiert. Die Fachklinik St. Lukas in Bad Griesbach hat sich als Klinik eines privaten Trägers mit den medizinischen Fachbereichen Orthopädie und Psychosomatik einen Namen gemacht.

Die Klinik inmitten der niederbayerischen Idylle hat 85 Betten, jedoch nur 20 Betten sind für die Akut-Krankenhausbehandlung genehmigt. „Leider müssen wir Patienten mit Wartezeiten bis zu 10 Wochen vertrösten; das ist bei akuten Fällen jedoch nur schwer vermittelbar“, erklärt Geschäftsführer Otto Wunsch die Problematik. Bei einem Besuch von MdL Walter Tau-beneder bittet er deswegen auch um politische Unterstützung: „Der Antrag für eine Aufsto-ckung der Planbetten liegt bereits beim zuständigen Ministerium.“
Auch Chefarzt Dr. Johannes Hoffmann erklärt mit Nachdruck: „Neueste Studien besagen, dass fast jeder dritte Mensch in Deutschland im Laufe seines Lebens von einer psychischen Erkrankung betroffen werden kann.“ Vor allem Krankheitsbilder wie Depressionen, Angst- und Zwangserkrankungen und Burn-out seien auf dem Vormarsch.

Hierfür führt der Chefarzt der psychosomatischen Abteilung zwei Gründe ins Feld: „Durch das Outing von Sportlern wie Sven Hannawald und dem Suizid von dem Fußballspieler Enke ist die Bereitschaft sich mit seiner Erkrankung nicht mehr zu Hause zu verstecken, sondern einen Arzt aufzusuchen, größer geworden. Zum anderen wird durch die globalisierte Leis-tungsgesellschaft der Druck in allen Bereichen auf die Mitarbeiter größer. Die Menschen müssen bei dem Trend, der da lautet: Immer schneller, weiter, höher- mitmachen und kom-men hier einfach nicht mehr mit.“ Üblicherweise folgen dann lange Krankschreibungszeiten und langwierige Anträge auf Rehabilitationsbehandlung. Die Folge davon sei, laut Hoffmann, eine Chronifizierung der Erkrankungen. Medizinisch und auch volkswirtschaftlich sei es sinn-voller die Menschen zeitnah zu ihrer Erkrankung in einer spezialisierten Einrichtung stationär aufzunehmen. „Im Frühstadium sind die Patienten noch besser therapierbar und die Hei-lungschancen entsprechend größer.“ Auch eine Rückkehr an den Arbeitsplatz sei früher möglich.
Laut dem Chefarzt stehen die Berentungen wegen psychischer Erkrankungen inzwischen auf Platz 1.

Das Haus beschäftigt aktuell rund 90 Mitarbeiter in den Bereichen Orthopädie, psychosoma-tische Rehabilitationsbehandlung und psychosomatische Krankenhausbehandlung.
„Unser Haus bietet neben dem klinischen Bereich auch ein Thermalbad, Fitnessraum, Mas-sage und Ergotherapieräumlichkeiten“, führt der Geschäftsführer MdL Walter Taubeneder durch die Fachklinik und veranschaulicht zugleich die gegebenen Möglichkeiten zur Erweite-rung des Krankenhausbereiches.
Der Abgeordnete zeigte sich beeindruckt von den vielfältigen Angeboten und den Maßnah-men innerhalb der Psychotherapie. Schließlich konnte er anschließend noch eine gute Nach-richt überbringen: „Hinsichtlich der Betten-Aufstockung habe ich auf persönliche Nachfrage im Staatsministerium für Gesundheit und Pflege bereits positive Signale erhalten. Ich werde mich hier weiterhin für die Fachklinik einsetzen.“