Kräuterpfarrer Benedikt in der Fachklinik

Vortrag über Kräuter in der Klinik

Vortrag vom Kräuterpfarrer Benedikt in der Fachklinik St. Lukas

Kräuterpfarrer Benedikt begann mit einer kleinen Vorstellung seiner Person. Er lebte lange Zeit im damaligen Kloster in St. Salvator. Nun ist er in dem weltweit ältesten Kloster im Stift Geras untergebracht, wo damals auch sein Vorgänger der Kräuterpfarrer  Hermann Josef Weidinger tätig war. Zurzeit erscheint jeden Tag ein halbseitiger Artikel von Kräuterpfarrer Benedikt über Heilkräuter in der österreichischen Tageszeitung. Damit möchte er das Bewusstsein für Kräuter und deren Wirkung bei den Menschen schärfen. Für ihn gehören physikalisches und seelisches Leid zusammen, wodurch es ratsam ist sich Hilfe aus Heilkräutern zu holen. Zudem bezeichnet sich Kräuterpfarrer Benedikt selbst als Lernender, da er von Kind an (angefangen mit Vogelkunde im Alter von sechs Jahren) bis zum heutigen Tag neue Dinge über die Heilkräuter und die Natur im Allgemeinen erlernt.

Kräuterwanderung

Danach leitete er seinen Vortrag mit einer Kräuterwanderung ein, indem er das Publikum fragte, welche Fragen sie hätten, wenn sie auf einer Wanderung ein unbekanntes Kraut gezeigt bekämen. Hierbei war die erste Antwort die aus dem Publikum war, genau die, die er erwartet hatte: „Was bringt mir das?“. Aufgrund dessen erklärte er anhand von Beispielen, warum diese Frage nicht aufkommen sollte. Ein Beispiel war, dass er gerne einen Schweinsbraten hätte. Er fragte eine Frau ob sie ihm einen machen könnte. Da diese sagte, dass sie dies machen kann, sagte er ihr dass sie gut für ihn ist ohne andere Aspekte an ihr zu sehen, da diese irrelevant sind. Eine andere Zuhörerin befragte er, ob sie Sparbücher mit viel Geld drauf hätte.

Aufgrund ihrer Antwort, dass sie kein Geld habe, war sie für ihn nicht zu gebrauchen. Anschließend erklärte er, dass er den befragten Personen nicht gerecht geworden ist und die tollen, liebenswerten Seiten an ihnen nicht wahrgenommen hat, da er nur ein Interesse verfolgt hat (Schweinsbraten, Geld) und hat eine Übertragung auf die Kräuter geschaffen, da wir sie und ihre Funktionen nur mit Scheuklappen betrachten.Das wichtigste ist, dass es die Pflanzen gibt und man sie wertschätzt und sich Dinge von ihnen sagen lässt, da sonst keine Beziehung zustande kommen kann.

Lehre von Paracelsus

Im Weiteren ging er auf die Signaturen-Lehre von Paracelsus ein, welche auf Entsprechungen beruht (z.B. heißt der „Große Wagen“ so, weil er aussieht wie ein Wagen).Ein Leberblümchen beispielsweise hat diesen Namen erhalten, da die Blätter gelappt sind und dadurch aussehen wie eine menschliche Leber. Die Leberblümchen sind allerdings giftig, weshalb Kräuterpfarrer Benedikt dazu rät, stattdessen Beeren zu verwenden, da die Walderdbeerblätter dieselbe Form haben und Beerenblätter ideal für Tees sind. Wenn man allerdings aus Erdbeerblättern einen Tee herstellt, muss man darauf achten Walderdbeeren zu verwenden und nicht die großen herkömmlichen Erdbeeren aus dem Supermarkt.

Ein weiteres Beispiel war die Walnuss, welche einen Fruchtkern hat, welcher wie das menschliche Gehirn aussieht. Dadurch signalisiert die Pflanze dem Menschen, dass sie gut für das Gehirn, sowohl für Aufbau als auch fürs Gedächtnis, ist. Pflanzen sind generell so gemacht, dass sie mit dem Menschen kommunizieren. Der Mensch muss nur lernen, dass auch er zum Kreislauf der Natur gehört und nicht nur Pflanzen und Tiere.

Wegerich-Gewächse

Nachfolgend ging Kräuterpfarrer Benedikt genauer auf die Wegerich-Gewächse ein. Er erklärte, dass der Breitwegerich für dicke Menschen ist und der Spitzwegerich für Dünne. Im Anschluss konkretisierte er den Spitzwegerich. Der Spitzwegerich ist gut gegen Husten (z.B. in Form eines Bonbons) und hilft durch seine Schleimstoffe die Schleime im Rachen zu lösen. Da der Wegerich auch entzündungshemmende Stoffe enthält, ist er bestens gegen Insektenstiche zu gebrauchen. Sie wachsen am Wegesrand und werden daher oft überfahren und übergangen. Wenn man das Blatt des Wegerichs umdreht, kommen Bahnen auf dem Blatt zum Vorschein, die signalisieren, dass der Mensch sie nehmen soll, wenn die Nerven blank liegen und man unter Druck steht. Wenn man sich drauf einlässt soll sogar das pure Anschauen des Wegerichs eine heilsame Wirkung haben.

Im Anschluss erläuterte Benedikt, dass man, wenn man eine Tee-Kur in Erwägung zieht, diese nur maximal 7 Wochen andauern darf, da die Heilkräuter ihre Wirkung verlieren, wenn man sie dauerhaft zu sich nimmt. Außerdem muss man sich bei der Einnahme von Heilkräutern mit der Frage beschäftigen, wie der Körper auf diese reagiert, weil viele Menschen heutzutage Allergien haben.

Die Ringelblume

Zum Ende hin ging Kräuterpfarrer Benedikt noch auf seine Produkte ein. Er zeigte auf, weshalb seine Ringelblumensalbe die Beste ist. Die Ringelblume entfaltet einen heilsamen Effekt und gibt die gesammelte Sonnenenergie an den Menschen weiter. Außerdem hilft die enthaltene Ringelblume die Mineralstoffe aus der Erde aufzunehmen ohne sie essen zu müssen. Außerdem verdeutlichte er, wieso seine Teemischung heilsam wirkt. Durch das Zusammenspiel von Quendel, welcher gegen Grippe hilft, Hagebutte, die Vitamin C liefert, Kamillenblüte, die eine heilende Wirkung hat, Lavendel, welcher den Willen stärkt, Melisse, welche Ausgleichend wirkt, Ringelblume und der Königskerze, welche gegen harten Husten hilft, entsteht ein perfekt auf die kalte Jahreszeit abgestimmter Tee.

Abschließend machte Kräuterpfarrer Benedikt klar, dass wir nicht darauf schauen sollen vollkommen gesund zu werden, da dies unmöglich ist, sondern unsere Situation annehmen sollen, da Gott es uns zumutet.

Nach dem Vortrag stand Kräuterpfarrer Benedikt vorne für Einzelfragen zur Verfügung.