Behandlung von Depressionen

Behandlung von Depressionen in der Klinik für Depression in der Psychosomatik Fachklinik

Klinik für Depressionen

Wie erkenne ich eine Depression? Was sind die Symptome? 

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen und kommen in allen Lebensabschnitten und sozialen Schichten vor. Diese Krankheit ist charakterisiert durch Niedergeschlagenheit, Selbstzweifel, emotionale Leere, Antriebslosigkeit, Interessenverlust, Hoffnungslosigkeit, innere Unruhe, Appetitstörungen, Gewichtsverlust und des Rückgangs des sexuellen Verlangens. Auch Schlafstörungen, Selbstmordgedanken, Konzentrationsschwierigkeiten und unterschiedliche körperliche Beschwerden können auf eine Depression hinweisen. Depressive Auffälligkeiten treten in unterschiedlicher Ausprägung auf verschiedenen Ebenen wie dem Sozial- und Freizeitverhalten, in körperlichen Beschwerden, in Gefühlen und Gedanken, in unterschiedlichen Schweregraden und in unterschiedlichen Verläufen auf.

Eine sorgfältige diagnostische Einteilung der depressiven Störungen ist vor dem Behandlungsbeginn dringend erforderlich, um gegebenenfalls eine psychopharmakologische Mitbehandlung einleiten zu können. Neben der üblicherweise einzeltherapeutischen Behandlung ist die Klinik mit einem speziellen Gruppenkonzept auf die Behandlung depressiver Störungsbilder besonders ausgerichtet.

Voraussetzungen für eine Behandlung

Eine von Ihnen ausgehende Behandlungsmotivation, die Einsichtsfähigkeit, die Bereitschaft zur Kooperation mit dem Behandlungsteam, eine Aussicht auf Therapieerfolg und genügend Antrieb, um am Therapieprogramm teilnehmen zu können.

 

 

Therapieziele

 

Es wird individuell, aufgrund der aktuellen und Lebensgeschichtlichen Problematik ein oder mehrere Therapiefokus erstellt. Danach richtet sich die Definition der Therapieziele, die im einzelnen folgendes beinhalten können: 

  • Wiedererlangen der Lebensbalance
  • Förderung der Kommunikations- ­und Kontaktfähigkeit
  • Erkennen und Bearbeiten von Auslösesituationen für die Depression und von dahinterliegenden Grundkonflikten
  • Einüben von neuen Konfliktlösungsstrategien
  • Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit
  • Förderung des Selbstvertrauens
  • Erarbeitung eines neuen Selbstkonzeptes
  • Förderung der emotionalen Ausdrucksfähigkeit
  • Erarbeitung von Maßnahmen zur Vermeidung von Rückfällen
  • Herausfinden der inneren Ressourcen und Stärken

Therapiemaßnahmen

  • Psychotherapie: Der zuständige Arzt erstellt, unter Berücksichtigung individueller Möglichkeiten, mit ihnen zusammen, einen individuellen Therapieplan: Einzeltherapie, Gruppentherapie, Indikativgruppe Depression, Körper- oder Kunsttherapie usw.
  • Medikamentöse Behandlung: Für eine erfolgreiche Therapie insbesondere der schwereren Depressionen ist das Zusammenspiel von psychotherapeutischer und medikamentöser Behandlung wichtig.
  • Andere Therapiemaßnahmen: Gymnastik, morgendliche Bewe­gungstherapie, Wassergymnastik, Tagesstrukturierung, Selbststeuerung, Biofeedback o.ä.

Je nach Entwicklung Ihrer Behandlung kann Ihr Therapieplan angepasst werden. 

 

Behandlungsdauer

 

Die Dauer und die Modalität der Behandlung hängt ab von der Schwere der Depression und weiteren Krankheiten (Ängste, Essstörungen etc.) und Komplikationen ab. In der Regel können Sie mit 4-6 Wochen rechnen, bei bereits lang andauernder Depression und zusätzlichen Krankheiten ist mit einer längeren Behandlung zu rechnen.

 

 

Unterstützung bei der Nachsorge

 

Nach dem stationären Aufenthalt unterstützen wir Sie bei den Übergang ins häusliche Umfeld und bei der Vorbeugung von Rückfällen mit folgenden Maßnahmen:

  • ambulante Maßnahmen und Nachbetreeung: Wir helfen ihnen schon während des Aufenthaltes bei der Suche nach einem geeigneten Therapeuten. Bis zu 2 Monate nach dem Aufenthalt können sie telefonische Gespräche mit dem hier behandelnden Therapeuten in dafür vorgesehenen Sprechzeiten in Anspruch nehmen.
  • Hilfe bei sozialen Angelegenheiten: Der Sozialdienst vermittelt Ihnen während des Aufenthaltes wichtige Adressen z. B. von Beratungsstellen, Tipps für berufliche Rehabilitation, Selbsthilfegruppen
  • Ehemaligen-Arbeit: Telefonische Sprechzeit wöchentlich, Anfragen per Mail und Internet Forum  

 

Behandlungsergebnisse

Der durchschnittliche Depressivitätswert  der Patienten, der bei ihrer Aufnahme schwer ausgeprägt war, dürfte bei der Entlassung auf dem Level gesunder Vergleichspersonen liegen.

 

 

Kontakt bei Depressionen

 

Klinik Sankt Lukas mit der Fachklinik für Psychosomatik

 

Tel. +49 (0) 8532 / 796 11 12

 

 

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Depressionen

32-jähriger Nationaltorwart litt unter Depressionen
Hannover/Berlin - Der Selbstmord des Nationaltorhüters Robert Enke hat weit über die Grenzen der Fußballwelt hinaus Trauer und Entsetzen ausgelöst. Tausende Fans und Fußballer haben am Abend bei einer Trauerandacht in und an der Marktkirche in Hannover des Sportlers gedacht. "Jetzt ist die Zeit der Trauer um einen Menschen, der Jugendlichen und Erwachsenen viel bedeutet hat", sagte die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann. Stunden zuvor hatte sich Enkes Ehefrau Teresa unter Tränen zum tragischen Tod ihres Mannes geäußert: "Wir haben gedacht, wir schaffen alles. Aber man schafft es doch nicht immer." Wie erst jetzt bekannt wurde, litt der 32 Jahre alt gewordene Enke unter Depressionen. Am Dienstagabend hatte sich der für Hannover 96 spielende Torwart vor einen Zug geworfen und war auf der Stelle tot.
 
Landesweit zeigten sich Bürger bestürzt. Kanzlerin Angela Merkel drückte ihr Mitgefühl in einem Brief an Enkes Witwe aus. Die Nationalmannschaft sagte das für Samstag geplante Länderspiel gegen Chile ab. Bundesinnenminister Thomas de Maizière sieht den tragischen Tod als Mahnung, "dass äußerer Erfolg und Glanz manchmal einen Druck auslöst, der übermenschlich ist".
 
Enke selbst entschuldigte sich in einem Abschiedsbrief "für die bewusste Täuschung über seinen seelischen Zustand der letzten Tage, die notwendig war, um seinen Selbstmordplan verwirklichen zu können". Sein behandelnder Arzt Valentin Markser sagte, der Fußballer sei seit 2003 bei ihm in Therapie gewesen, habe aber eine stationäre Behandlung immer abgelehnt und sich ihm gegenüber stets von akuten Selbstmordgedanken glaubwürdig distanziert.
Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Theo Zwanziger, sagte sichtlich bewegt in Bonn: "Wir brauchen Zeit, um das alles aufzuarbeiten und nicht nur oberflächlich damit umzugehen." Team-Manager Oliver Bierhoff brach in Tränen aus und ergänzte: "Wir haben ihn immer als sehr gefestigt und sehr stabil erlebt."
 
Offenbar wollte Enke gegenüber den Sportkollegen und der Öffentlichkeit die Depressionen verbergen. Seine Witwe bemerkte dazu, ihr Mann habe sich gesorgt, den Sport und das Privatleben zu verlieren. Belastet habe ihn vor allem der Gedanke, dann seine acht Monate alte Adoptivtochter Leila abgeben zu müssen. Enkes leibliche Tochter Lara war 2006 an einem Herzfehler gestorben.
 
Der Torwart ist kein Einzelfall: Fünf Prozent der Deutschen, etwa vier Millionen Menschen, leiden akut an einer behandlungsbedürftigen Depression, die damit längst eine Volkskrankheit ist.
 
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