Sichtbare und gelebte Qualität in Bayern

Unsere Kliniken für Orthopädie & Psychosomatik

Indikationen und Kontraindikationen

Einweisung in das Fachkrankenhaus nach ICD 10

Indikationen und Kontraindikationen

Die Indikationen für die stationäre Akutbehandlung ergeben sich zunächst aus der Schwere der akuten Symptomatik im psychischen, im psychosomatischen und psychosozial-interaktionellem Bereich. Behandelt werden Krankheitsbilder, bei denen

  • eine akute psychische/körperliche Instabilität besteht
  • eine stationär behandlungsbedürftige organische Komorbidität besteht
  • eine ambulante Behandlung nicht mehr ausreicht
  • psychosoziale Konflikte eine problemlösungsorientierte Behandlung erfordern
  • Krankheitseinsicht und Motivation für Psychotherapie bei dem entsprechenden Patienten noch fehlen

Behandlungsdiagnosen nach ICD-10 (Indikationen)

Depression                                 F32 – F34, F38, F39

Depressive Episoden                     F32.1, F32.2, F32.8, F32.9

Rezidiv. depressive Störungen        F33.1, F33.2, F33.4, F33.8, F33.9

Neurotische Depression                 F34.1

Affektive Störungen                       F34.8, F34.9, F38, F39

Phobische Störrungen                    F40

Soziale Phobie, Agoraphobie,           F40.0 – F40.9

Klaustrophobie,

Erythrophobie, Carcinophobie usw.

Angsterkrankungen                        F41

Angststörungen                             F41.0 – F41.9

Panikstörungen                              F41.0

Zwangsstörungen                           F42

Reaktion auf Belastungen und Anpassungsstörungen, Entwicklungen durch pathologischen Stress in Konfliktsituationen Beziehung, Beruf, Familie, Krankheitsverarbeitung wie z.B.                                           F43

Akute Belastungsreaktion                                                 F43.0

Anpassungsstörung                                                          F43.2

Trauerreaktion                                                               F43.20

Psychogene Erregungszustände                                        F43.23-25

Posttraumatische Störungen nach sexuellen                       F43.1

Traumata, Unfällen, Gewalterfahrung, psychischen

Schocksituationen, ungewöhnlichen

Trauersituationen, ggf. Kriegserlebnissen

(nach Vorberatung zwi­schen Einweisern und Clearing-ärzten/Aufnahmearzt)

Dissoziative Störungen, Konversionsstörung,                     F44

psychogene Körperstörung

Belastungsreaktionen und Reifungskrisen in Zusammenhang mit der sexuellen Identität.

Somatoforme- psychische Mischbilder mit erhöhtem Behandlungsbedarf

 

Somatoforme Störungen                                                   F45

Somatisierungsstörungen                                                  F45.0

Hypochondrie                                                                 F45.2

Somatoforme autonome Organfunktionsstörungen                F45.3

Herzangstsyndrom                                                            F45.3

Somatoforme Schmerzstörungen                                        F45.4

Psychische/Psychovegetative Funktionsstörungen                                                     F51 – F52

nichtorganische Schlafstörungen                                       F51

nichtorganische sexuelle Funktionsstörungen                      F52

Psychisch beeinflussbare körperliche Erkrankungen F54

und Unterstützung bei der psychischen Verarbeitung schwerer oder langwieriger Erkrankungen mit seelischen Auswirkungen

Spezifische Persönlichkeitsstörungen                                   F60

Konflikt-fokussierbare, psychische

Dekompensation bei zusätzlich strukturell

gestörten Patienten (ggf. nach Vorgespräch)

Kontraindikationen

Organische einschließlich symptomatischer psychischer Störungen (F 00 bis F 09)

Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen (F 10 bis F 19) bei aktiver Abhängigkeit

Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen (F 20 bis F 29)

Des Weiteren bestehen Kontraindikation bei akuter Suizidalität bei fehlender Absprachefähigkeit des Betroffenen mit der Notwendigkeit einer geschlossenen Unterbringung, vital bedrohender Erkrankung z.B. bei Anorexia nervosa (BMI>13), schwerwiegend dissozialem Verhalten, Infektionskrankheiten, Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe II und III) und Desorientiertheit.