Mensch, beweg Dich!

Gymnastik Bad Griesbach

Dass Bewegung gut tut, ahnten wir schon lange, aber es mangelt doch häufig an der Umsetzung wegen des so schwachen Willens. Vielleicht helfen uns  zu dessen Stärkung  einige Überlegungen.

Die verschiedenen Wissenschaften (Medizin, Biologie, Physiologie, Anthropologie, Psychologie) beschäftigen sich seit Jahren mit der Frage:

Wie wichtig ist  Bewegung für den Menschen?

Z. B. interessieren die Fragen:

Wieviel Bewegung braucht der Mensch?

Was machen unsere heutigen Lebensumstände  mit dem „Urmensch“  in uns?

Was bewirkt Bewegung in unserem Körper und Geist?

Welche Grundmotorische Fähigkeit (Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Beweglichkeit) ist für die Gesundheit des Menschen am Wichtigsten?

Wie lässt sich Bewegung als Heilmittel am besten einsetzen?

Die positiven Auswirkungen von Bewegung lassen sich nicht mehr wegdiskutieren und verleugnen.  Auch wenn  schon viele Untersuchungsergebnisse vorliegen, werden sie bei weitem noch nicht umgesetzt. Die Tendenz ist  eher noch rückläufig, wenn man z. B. die Ausfallquoten des Sportunterrichtes in den Schulen heranzieht.

Aber: Schonen schadet

Die Schäden durch Bewegungsmangel sind mittlerweile so auffällig und gravierend, dass sich der Spruch „Sitzen ist das neue Rauchen“ aufgekommen ist.

Und nicht nur vermeintlich Gesunde profitieren durch das körperliche Bewegen, sondern z.B. Patienten mit Lungenerkrankungen, die früher mit Liegekuren behandelt wurden (Thomas Manns wunderschöner „Zauberberg“ sollte man nicht als Beispiel moderner Medizin heranziehen) werden heute zunehmend mit einem gegenteiligen Ansätzen therapiert.

In der Krebsbehandlung wird schon während der chemotherapeutischen Behandlung eine  onkologische Trainingstherapie empfohlen. Dadurch wird erreicht, dass  sich die Patienten schneller von der Krankheit und den Nebenwirkungen der Behandlung erholen.

Die Sterblichkeit bei Herz- Kreislauferkrankungen, die Todesursache Nummer eins in Deutschland, ließe sich nach Expertenmeinungen um 30 bis 40% senken (Nikotinkarenz vorausgesetzt).

Komplikationen im Zusammenhang mit Diabetes Typ II (ernährungsbedingter Diabetes) würden um  40% weniger häufig auftreten.

Dass Rückenschmerzen durch gezieltes Training in den meisten Fällen gelindert oder gänzlich beseitigt werden könnten, hat sich weitgehend herumgesprochen, aber dass sogar bei Depressionen ein moderates ausdauerndes Bewegen einen erheblichen positiven Einfluss sowohl auf die Intensität als auf die Länge der depressiven Schübe hat, ist weniger bekannt.

Dafür gibt es viele interessante Studien, sodass wir in unserer Klinik großen Wert auf verschiedene Bewegungsangebote legen. Deshalb: ein gut sortierter Geräteraum, ein Gymnastikraum, Bewegungsbad,  und……. ganz besonders Bewegung in  unserer wunderschönen niederbayrischen Landschaft. Diese und unsere Räumlichkeiten stehen den Patienten natürlich außerhalb der Therapiezeiten zur Verfügung. Es geht bei uns in der Körpererfahrung nicht darum, sich im Leistungssport wieder zu finden, sondern Bewegung als Teil unseres Alltages (wieder-) zu entdecken. Bewegung als Grundnahrungsmittel in Form von Spazieren gehen, Laufen, Tanzen, Treppensteigen, Wandern, Schwimmen. Unsere natürlichen Bewegungsarten dürfen Sie wieder bei uns erspüren , um Teil in Ihren neuen Alltag zu werden.

Bewege deinen Körper und dein Geist wird dir folgen.

Bewege deinen Körper und deine Krankheitssymptome bleiben zurück.

Herzlichst D. Hauff, leitende Sporttherapeutin Klinik Sankt Lukas