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Unsere Kliniken für Orthopädie & Psychosomatik

Erfahrungen, Meinungen und Eindrücke von Patienten für Patienten

Erfahrungsberichte aus der Fachklinik St. Lukas

Sonntag, 15. August 2016,
Die ersten „Schwarz-auf-weiß-Wörter“ für/an Sie:

Herzlich fördernder Dr. Hoffmann!

mit einigen Ausnahmen, habe ich jeden Tag gedanklich ein Update zu Ihnen laufen lassen. Obendrein habe ich sogar einen ständig anwachsenden Zettelhaufen mit Notizen gefüttert, die Mitteilungen an Sie enthalten. Am Anfang war es zu viel Klein-Firlefanz, dann war ich von mir selbst zu angetan, eine lange Zeit zu faul, ein selbst auferlegter Druck hat mich blockiert, ect…seit ein paar Tagen weicht meine Mitteilungsblockade auf und ich melde mich hiermit bei Ihnen.

Zum Zeitpunkt meiner Abreise im August 2015 hatte ich einiges gelernt. Ein kleiner Teil war verinnerlicht und voller Vorsätze bin ich ins alltägliche Leben zurück. Es ist das passiert, was meinem bisherigen Muster entsprach: ich habe in einigen Bereichen mein Umfeld, meine Mitmenschen überwuchert mit meinen Erfahrungen. Dabei ist der Tee wieder sehr schnell eingetrübt. Dann habe ich angefangen zu üben, üben, üben – was ich bis jetzt tue. Inzwischen gelingt es mir schon besser. Im Frühjahr dieses Jahres habe ich eine jahrzehntelange Freundin für ein paar Tage besucht. Deren Mann und ich haben uns da das erste Mal getroffen. Sein Statement zu seiner Frau über mich:
„Deine Freundin ist zurückhaltend“. Meine Freundin war verwundert und ich einen Augenblick empfindlich getroffen. Und dann fühlte ich mich bestätigt und habe mich über diese Aussage unbändig gefreut. Welch ein schönes Kompliment. Das Üben hat den Boden fruchtbar gemacht. Ich kann anderen Menschen inzwischen „Ihrs“ lassen und bin selbst gelassen genug, meine Ratschläge und Ideen für mich zu behalten.
Habe auch erkannt, dass was ich sage, z. B. in der Gruppentherapie oder einem anderen Gespräch mit mir zu tun hat. Ich kann nur das raten, was ich schon selbst erlebt habe oder -und da höre ich inzwischen sehr gut hin- es ist eine Aussage/Ansage, die für mich, mit wenig Abänderungen, genauso gilt. Ich sage weniger und höre mir selbst gut zu; auch den anderen.

Jetzt, da ich im Schreibfluss bin….fällt es mir schwer, etwas wegzulassen und zu reduzieren. Dazu kommt auch noch, ob es einer Chronologie bedarf?
Ein sehr spezielles Erlebnis war, dass ich ein paar Wochen nach Bad Griesbach wg. einer Bombenentschärfung evakuiert wurde. Den Tag davor lag ich im Bett und bin mir frei und unbelastet vorgekommen, da ich wusste, ich lasse alles zurück im Haus. Keine Erinnerungen, keinen Stein, keinen Ballast wollte ich einpacken. Wenn das Haus in die Luft fliegt…es reicht, wenn ich meinen Ausweis dabei habe. Ich konnte alles lassen, das war schon ein starkes Gefühl von Leichtigkeit.

Kurze Zeit später bin ich nach einem Mittagsschlaf aufgewacht und wusste, jetzt ist es an der Zeit, mich von den vielen (an mich gerichteten) Briefen zu trennen. Habe bis auf wenige Ausnahmen, nachdem ich sie gelesen hatte, alle in einer Feuerschale verbrannt. Es war ein langes, leuchtendes Freuden-Feuer. Jahrzehntelang lagen sie im Schrank. Sogar meine Freunde-Bücher habe ich dem Feuer übergeben. Es war schrecklich zu lesen, wie toll ich war und wie nett und sympathisch mich die Schreiber gefunden hatten. Und ich hatte all das aufgehoben, um genau DAS zu lesen.

Mit meiner Mama, habe ich einen guten Weg gefunden. Ich habe sie im gleich im Anschluss nach meinem Klinikaufenthalt alleine getroffen (ohne Papa), was ganz selten bisher vorkam. Ich habe sie auf ihre Alkoholabhängigkeit angesprochen. Sie hat gesagt, dass es ihr gut tut und zum Vergnügen trinkt. Da sie es überhaupt zugegeben hat, hat es leichter gemacht. Anscheinend habe ich mit den richtigen Worten gefragt und ich konnte es dabei belassen. Es hat sich ein Gespräch daraus entwickelt. Unter anderem konnte ich auch ansprechen, dass mir es schon/besonders als Kind gefehlt hat, von ihr umarmt zu werden. Mama hat mir dann erklärt, dass sie es schon als Kind vermieden hat, zu kuscheln und eng mit jemanden zu sein. Es ist so ausgegangen, dass sie sich zu mir, nach meiner Bitte aufs Sofa gesetzt hat und ich mich mit meinem Kopf auf ihren Schoss gelegt habe. Das war besonders und hat uns beide berührt. Seither hat sich bei uns beiden etwas geöffnet und wir bemühen uns beide, damit es auch so bleibt.
Meinem Vater habe ich vor 2 Monaten klar gemacht, dass er es mit seiner Art blockiert hat, dass ich mit meine Mutter einen herzlicher Verbindung aufbauen konnten. Er hat uns das weggenommen. Er und ich waren ein Team und haben uns gegen meine Mama gestellt. Er hat mir als Kind die Aufgabe gegeben, die unmöglich für mich zu bewältigen war: ein Gesprächspartner für seine Probleme und Beziehungsersatz. Dadurch, dass es aus den Umständen leicht für Ihn war der „Gute“ zu sein und er sich auch so dargestellt hat, hat es mich mehr zu ihm hingezogen. Das habe ich ihm gesagt und er war leise und hat nur gesagt, dass es stimmt, wie ich es sage.
Zusätzlich habe ich meinen Vater noch vor ein paar Wochen mit einem Beil in meinem Keller tot geschlagen – im Traum! Wollte dann selbst im Traum sehen, ob es auch mein Vater ist, warum ich blutbespritz bin…ich hatte dann eine Matratze vor mir.

Diese Elternbearbeitung hilft auf der einen Seite und gleichzeitig wird mir immer mehr bewusst, was meine Persönlichkeit auch für eine Wirkung auf meine Kinder hat. Puuuuhhhhh. Das tut sehr weh.
…… Und vergib mir meine Schuld – das bete ich voller Inbrunst. Zuvor steht an, dass ich mir selbst vergeben kann. Ich kann nur das geben, was ich übrig habe. Die Geduld dafür aufzubringen macht mich manchmal verzweifelt. Was mir fehlt ist, den manchmal aufkommenden Groll auch grollen zulassen.

Da meine Person, mein Verhalten mindestens genauso beteiligt ist, an der Rucksackfüllung meiner Kinder, wie Ihr Vater, bin ich da auch ran gegangen. Er hat sich so verhalten, wie es für ihn am bequemsten war. Ich habe es zugelassen, geduldet mich quasi dafür bezahlen lassen. War feige, träge und darauf bedacht, unseren Kindern eine heile, verständnisvolle Welt zu bieten. Das so zu leben, hat viel Energie verbraten, weil ich ja viel auffangen wollte. Dabei bin ich nach außen diejenige gewesen, die ganz toll für die Kinder sorgt. Was auch leicht war, im Vergleich zu dem Verhalten meines Ex-Mannes. Mein Verhalten war doch recht schäbig im nachhinein gesehen. Zumindest habe ich den Kontakt zu ihrem Vater gefördert. Und es ist inzwischen trotz der jahrelangen schwierigen Situation entspannter geworden. Meine beiden Töchter lernen jetzt ihren Vater gerade kennen und verbringen einige Zeit miteinander. Er und ich haben beide den Blickwinkel verändert auch im Bezug auf uns beide. Es hat so etwas, wie eine Versöhnung stattgefunden. Es gab Gespräche und ich bin froh, dass der Unterhalt weggefallen ist.

Irgendwie bin ich in ganz viele Abhängigkeiten geschliddert, weil es doch so einfach war.
Ich begebe mich langsam bewusst Schritt für Schritt in die verschiedenen Unabhängigkeiten.
Unterhaltverzicht. Kündigung Minijob. Bezahlte Arbeit momentan bleiben zu lassen. Meinen Beruf in der Kanzlei meines Onkels sausen zu lassen. Je weniger ich habe und besitze, je mehr ich von meinem Besitz abbaue, verbrauche, je weniger ich durch Verbandelungen/Verpflichtungen an Menschen gebunden bin, umso zufriedener bin ich. Auch mit Verlust, wenigsten aus freien Stücken unabhängig sein. Das ist es allemal wert!
Ich habe für mich gemerkt, dass ich ohne 1:1-Alternative für Arbeit gut leben kann. Eine neue Erfahrung für mich. Ich möchte gesund werden, dies kann ich persönlich nur mit Geduld und Zeit und Mut erreichen. Mut, das ist so eine Sache…bisher bin von Feigheit zu Übermut gesprungen und wieder zurück. Mut, zu mir selbst zu stehen, ohne Vertuschung, ja das ist gut. Ich brauche da noch mehr Mutausbrüche, bis ich das verinnerlicht habe.
Was mich sehr beschäftigt, ist die die von Menschen gemachte Einordnung von gut und schlecht.
Schon in Bad Griesbach, als Gabriella (den Nachnamen habe ich vergessen) zu mir gesagt hat, dass ich ein guter Mensch bin, habe ich Ekel, Abneigung und Scham mir gegenüber empfunden. Mag sein, dass meine Art, mein Tun in der Konsequenz gut erscheint. Ein Teil meines Wesens handelt selbstgefällig, loberhaschend und eigennützig. Inzwischen, leider selten, erwische ich mich dabei, dass mein Tun aus einer anderen Ecke kommt. Ist es das Herz, was sich traut zu öffnen? Ein gütiger Mensch zu sein, das ist schon ein Wunsch in mir. Das Werden dorthin ist schmerzhaft.

Seitdem ich ausgewogeneren Schlaf bekomme, habe ich bemerkt, dass mein Traumbedürfnis früher zu kurz kam.
Ein paar meiner wichtigsten Träume des vergangenen Jahres in kurzer Ausführung :

Ich in einer Klinik. Ich nackt im Zimmer. Die Tür öffnet sich, ich geniere mich, da alle angezogen sind. Dann treffe ich Sie. Sie sind auch nackt und halten einen Spiegel vor sich, in dem ich mich sehen kann. Im Traum war ich einen Moment erschrocken über diese Nacktheit, dann war es normal, unverfälscht.
Einen Tag bevor eine Freundin Oma wurde, dieser Traum.
Ein Mädchen, ca. 2-3 Monate, es unterhält sich ausschließlich mit mir, mit allen Worten, die Erwachsenen zur Verfügung stehen. Inhaltlich bevorzugt über die Themen eines Babys. Das Neugeborene kann laufen. Sobald die Eltern zuschauen, vertuscht es sein Können. Ich frage nach, warum es reden und laufen kann. Die Antwort des Babys: Es ist alles schon vorhanden!

Eine Woche später träume ich (die alzheimerkranke Mutter einer Freundin ist gestorben)
Ich eine alte Frau und im Pflegeheim, körperlich und geistig fit. Plötzlich bin ich dement im Sinne von Mensch und Gesellschaft. Mein Verstand ist weg. Ich weiß es, ich fühle es mit meiner Seele innerhalb meines Körpers. Das schlimme ist, dass die Mitmenschen mich aufgeben und ich weiß die Kommunikation ist verloren gegangen. Dann wieder ohne Demenz, worauf sofort die nächste Szene folgt. Ich in Windeln, hilfebedürftig und mit Alzheimer im Endstadium. Ich spüre und fühle es und weiß um das was verloren gegangen ist. Habe Angst, geniere mich. Wie eine Eingebung füllt es mich, die Angst ist weg. Ein Gedanke -oder ist es ein Wissen?- durchdringt mich „Aha, so einfach ist leben.“ Das hat mich im Traum beruhigt und ich konnte die Situation sogar freudig so annehmen.

Ein Traum, den ich heute noch spürbar in mir habe ist folgender.
Kein Fallen, kein Abheben. Ich bin geflogen ohne Ziel ohne meinen jetzigen Körper. Aus einer Bewegung heraus konnte ich fliegen. Wie ein Fisch im Wasser, bin ich in einem mir bekannten Element gewesen. Das war ein wunderbares Erlebnis.

Übrigens, Ihre Buchempfehlung Welt am Draht, ist ein guter Tipp für mich. Da gehen Welten auf in mir und der Nachhall ist noch vorhanden….Sie kennen das Buch ja.

Bücher und Lesen, das hilft mir sehr in meinen dunklen Zeiten, während ich mich in meiner schattigen Seelenseite befinde.
Habe aus der Menge einige Tipps für Sie beim Lesen aussortiert:
Anita Moorjani – Heilung im Licht
Richard Rohr – Reifes Leben
Margaret Craven – Ich hörte die Eule, sie rief meinen Namen
Tiziano Terzani – das Ende ist mein Anfang
Doris Lessing – Die Ehen zwischen den Zonen Drei, Vier und Fünf (ein Highlight für mich)
gerade habe ich angefangen:
Martin Schleske – der Klang vom unerhörten Sinn des Lebens

noch ungelesen:
Theresa von Avila – Die Seelenburg
Varda Hasselmann – Die Seelenwaage + Junge Seelen, alte Seelen

Und da jetzt wieder, kommt es hoch, diese Selbstgefälligkeit. Warum empfehle ich Ihnen Bücher, die von mir noch ungelesen sind? Will ich mich hervorheben, darstellen, von meiner besonderen Seite zeigen. Ja genau, selbst als Patient, als kranker Mensch nehme ich jede Chance wahr meinem Ego, die Möglichkeit für eine Bauchpinselung zu geben. Dieses Ego ist ein, mein Hindernis. Authentisch und wahrhaftig ist anders!
Selbst, wenn ich das jetzt schreibe, erhofft sich ein Teil von mir dafür wahrscheinlich eine Lobhudelei. Wie komme ich davon weg? Ich sitze hier, mir kommen die Tränen, weil ich so gefangen bin darin.
Lösche ich alles, fange ich neu an, schicke ich diese Nachricht an Sie ab?

Ich schreibe weiter….
In den Therapiestunden, haben Sie gerne auf Worte aufmerksam gemacht. Das ist mir geblieben. Immer wieder schleicht sich ein neues Wort/neuer Satz bei mir ein, was ich dann zerlege und bewusst beachte und daran übe.
Todesanzeige „er ist von uns gegangen“. Daraus ist für mich der schöne Satz entstanden „Ich bin bereit zu gehen.“ Im Sinn von Gehen, auf meinen Wegen, die das Leben für mich bereit hält
Gleichgültig – daraus wurde bei mir: alles ist gleich gültig!
Wund – Wunde – Wunder
Entwicklung, da bin ich noch länger dran: ent-wickeln. Es geht nur langsam, Lage für Lage. Es ist heftig, was manchmal dazwischen für eine klebrige Masse ist, dann eine freudige Überraschung, zart, fein und unbekannt.
Aus chronisch krank, ist bei mir nach ein paar Gedankensprüngen chronisch am Leben sein entstanden.
Selbst am Vater unser verändere ich etwas. „Und führe uns nicht in Versuchung“ ersetze ich z. B. mit „ helfe mir achtsam, barmherzig und gütig zu sein“. Denn in dieser Zeile sind zwei Wörter enthalten, die ich seit dem Buch „Ja, aber….“ weglasse. Zusätzlich bete ich es oft in der Ich-Form, weil ich grundsätzlich nur für mich sprechen kann.

Es ist über ein Jahr vergangen seit ich in der Klinik war. Gefühle wahrzunehmen, sie zu erkennen, das ist eine Aufgabe auf lange Zeit für mich. Meine Strategie war es bisher, mich über andere Menschen zu fühlen. Meine Fähigkeit auf andere Art und Weise zu hören hat mir das leicht gemacht. Meine Aufmerksamkeit anderen gegenüber ist sicher auch daraus entstanden um Sie zu benutzen, damit ich etwas spüre.

Meine neue Strategie ist, dass ich keine Worte mehr finden will, für das, was ich meine zu fühlen. Worte entstehen aus Gedanken und derlei habe ich genug. Es gelingt manchmal nur in die körperliche Empfindung zu gehen (gut bei der Atemgymnastik in der Gruppe) und ich mir damit behelfe, dass mir die Worte in einer Fremdsprache fehlen. Wenn die Möglichkeit für mich fehlt, es nach außen mitteilen zu können, gelingt es mir manchmal zu spüren und dem Gefühl Raum zu lassen. Sobald ein Gedanke, ein Wort reift ist es weg.

Ein paarmal hatte ich auch im Wald eine neue Erfahrung. Kein Ohrgeräusch, Ruhe, ein Augenblick ohne Gedanken, fast keine Teeflusen im Wasser, mein Körper gesund, er passt genau zu mir. Ein Moment in dem Zeit und Raum keinen Einfluss haben. Gelöst, vollkommen, behütet… gelten diese Worte als Gefühl?

Meine einfachste Achtsamkeitsübung ist, dass ich es auslasse etwas zusätzlich zu tun, dranzuhängen, nach getaner Arbeit es tun zu wollen. Ich tue es stattdessen oder streiche etwas anderes. Das ist leicht umzusetzen für mich.

Woher weiß ich manchmal genau das Wort für einen Zustand oder einen Vorgang?
Mich beschäftigt besonders folgende die Frage: Wieso kann ich ganz klar sagen, dass ich in der einer Nacht im November 2014 körperlich gestorben bin? Auch bis jetzt ab und an, in einem miesen Moment, das sichere Wissen, so fühlt sich sterben an. Ich unterscheide da ganz klar von Angst und Panik, was ich auch kenne. Für mich gibt es bis jetzt folgende Erklärungen. Mein Körper kennt diesen Chemie-Botenstoff-Stress-Cocktail von meiner Geburt und genau die gleiche Zusammensetzung ergibt sich manchmal im Leben wieder evtl durch Stress und sicher beim Tod, der für mich auch eine Geburt ist. Mein Körper erinnert sich an seine Geburt und ich habe die Worte zu diesem Fühlen dazu!? Oder weiß meine Seele es einfach, weil sie schon so oft gestorben und geboren ist?!
Habe ich zumindest mit der Cocktail-Vermutung recht, dass sich die Zusammensetzung in bestimmten Lebenssituationen ähnelt? Als Arzt könnten Sie das wissen.

Nachwievor habe ich eine Zuneigung zu Sprüchen, Gedichten und Zitaten.
Diese beiden begleiten mich schon eine ganze Weile (nicht und aber lasse ich mal außer acht dabei)
„Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“ Albert Einstein

„Das Verblüffende, das Erregende jedes Zufalls besteht darin, dass wir unser eigenes Gesicht erkennen; der Zufall zeigt mir, wofür ich zur Zeit ein Auge habe, und ich höre, wofür ich eine Antenne habe. Ohne dieses einfache Vertrauen, dass uns nichts erreicht, was uns nichts angeht, und uns nichts verwandeln kann, wenn wir uns nicht verwandelt haben, wie könnte man über die Straße gehen, ohne in den Irrsinn zu wandeln? Natürlich lässt sich denken, dass wir unser mögliches Gesicht, unser mögliches Gehör nicht immer offen haben, will sagen, dass es noch manche Zufälle gäbe, die wir übersehen und überhören, obschon sie zu uns gehören; aber wir erleben keine, die nicht zu uns gehören. Am Ende ist es immer das Fällige, was uns zufällt.“ Max Frisch

Das erinnert mich sehr daran, wie sie meinen aufgegossenen Tee, umgerührt haben, damit meine Sicht klarer wird:

„Lass deinen Geist still werden wie einen Teich im Wald. Er soll klar werden, wie Wasser, das von den Bergen fließt. Las trübes Wasser zur Ruhe kommen, dann wird es klar werden, und lass deine schweifenden Gedanken und Wünsche zur Ruhe kommen.“ Buddha

Dr. Hoffmann, gerne würde ich wieder einige Gespräche und Therapiestunden bei Ihnen haben. Sie helfen mir bis jetzt weiter, weil Ihrer Ehrlichkeit und, dass Sie mich mit Offenheit auf Dinge gestoßen haben, noch nachschwingt. Ehrlich gesagt, vermisse ich das in meiner Gruppentherapie. Für diesen Zu-fall, dass ich Sie als Therapeuten hatte, bin ich dankbar und froh.

In meiner letzten Therapiestunde bei Ihnen durfte ich nochmal eine Kerze anzünden.
Und ich habe diese brennen lassen, bzw. Sie mich mit einer Umarmung verabschiedet, ohne mich an die Kerze zu erinnern.

Aus xy um ein Jahr zeitverzögerte Grüße

Vielen Dank an Frau R. für diese sehr bewegenden Zeilen!

Gute Reise!

Jede Woche verabschieden sich Patienten im Forum, wenn ihre Zeit in St. Lukas zu Ende geht. Stets sind Menschen dabei, die mir ans Herz gewachsen sind durch die sehr spezielle vertrauensvolle und achtsame Nähe, welche eine psychosomatische Kur mit sich bringt. Menschen, die ich gerne im Speisesaal, im Foyer, in der Gruppentherapie, im Trainingsraum, …und bei den vielen anderen therapeutischen Angeboten der St. Lukas-Klinik kennen und schätzen gelernt habe, mit ihnen Tag für Tag gegrübelt, gelacht und geweint und die ganze Achterbahn ihrer und meiner Psyche miterlebt habe.

Und dann kommt unweigerlich und trotz diverser Verlängerungen der Tag ihres Abschieds, der so manchen Patienten und auch mir die Tränen in die Augen treibt, der sich immer wieder als neue Heraufforderung anfühlt, mit sehr unterschiedlichen Gefühlen gleichzeitig gut umzugehen. Die traurigen Gefühle über die Trennung, die Sorge um Kontaktverlust und das Sichmitfreuen für die neuen Wege jedes Einzelnen. Die neuen Freunde tauchen wieder in ihr eigenes Leben ein, gewappnet mit vielen guten neuen Erfahrungen und Erkenntnissen und ihrer ganz eigenen Wertschätzung für sich selbst durch die Zeit in St. Lukas. Und ich gehe dann gerne an einen Ort in der Natur, auf einen der umliegenden Hügel, mit oder ohne Nordic Walking Stöcken, blicke bis zu den blaugezeichneten Bergen am Horizont über abgeerntete Maisfelder, atme tief ein und aus, möglichst ruhig, ruhiger werdend, ganz bei mir und alsbald schicke ich den Reisenden in Gedanken gute Wünsche und Grüße hinterher. Für ihre Reise und für das, was sie erwartet, was sie umsetzen mögen, was sie sich zutrauen. Und bin mir in diesem Moment ganz sicher, dass sie meine Gedanken im Zug oder im Auto spüren können. Und stell mir vor, wie sie lächeln und vielleicht auch an mich denken.Und dabei wird mir selbst mitten im Wind auf dem Hügel sehr wohlig warm.

Vielen Dank für die lieben Zeilen an Frau S.

SUPER
THERAPIE
PU-KT
URLAUB
GEFUEHLE
ERKENNTNIS
AUSZEIT
NIX MUSS
ICH KANN
VITALITÄT
STILLE
NIX VINO
MEDITATION
KURZWEILIG

Rückmeldung einer Patienten an unseren Oberarzt-vielen Dank für die kreative Gestaltung und die lieben Worte über unsere Klinik!

Viele von Euch wissen, dass dies mein zweiter Aufenthalt in St. Lukas war, diesmal für 11 Wochen.

Als ich hier das erste Mal ankam hatte ich vergessen, wie entsetzlich traurig Lebewesen aussehen, die nicht frei wachsen durften, wie zum Beispiel eine Blumenzwiebel, die vertrocknet bevor sie erblühen kann.

Meine Seele war verheiratet mit einem wahnsinnigen Dompteur, dessen einziger Maßstab der Moment des Auftrittes war. Und in diesem Moment war gut niemals gut genug.

Die Götter der Perfektion jedoch verlangten einen Preis, den zu zahlen ich nicht länger in der Lage war.

Die Zeit, dieser flüchtige Stoff, war für mich die Verheißung einer besseren Zukunft und zugleich eine Vergangenheit der verpassten Augenblicke, in der ich hilflos gefangen trieb.

So gepeinigt, wie einst Goethe den Faust ausrufen lies „Augenblick, so verweile doch, Du bist so schön!“, so zerrann mein Leben zwischen meinen Fingern,

unfähig einen dieser kostbaren Augenblicke auch nur zu erahnen,

nicht in der Lage, das Glück oder auch Unglück anderer Menschen zu sehen,

zu verbohrt um einen traurigen Baum zu erkennen.

Alle Menschen, die mich in dieser Zeit begleiteten, brachten unfassbar viel Energie und Ausdauer auf, um mich auf diesem Irrweg zunächst zu verlangsamen und schlussendlich zu stoppen.

Die mir sodann halfen das Wunder, dass ich überall gesucht hatte, schließlich tief in mir selbst zu finden, wo die größte Kraft des Universums versteckt ist.

Kein Wort, kein Satz vermag meine Dankbarkeit dafür zu beschreiben.

Deswegen einfach nur danke für das wertvollste, das Ihr Alle hier eine Weile mit mir geteilt habt: Eure Zuneigung, ja, Eure Liebe.

Das Leben ist unbezahlbar.

Schließen möchte ich mit einem Zitat von Hilde Domin, den mir meine Frau zu lesen gab:

„Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten!“

Abschiedsrede von Herr S. im Patientenforum

Klinik- Erfahrungen aus dem Jahr 2011

Man sollte auch mal Danke sagen!

Bad Oeynhausen, in Ostwestfalen liegt diese Stadt

Von der es mich hierher verschlagen hat.

Freundlich wurd ich aufgenommen, das machte mir Mut

Mir war sofort klar, alles wird gut

Ich wünschte mir die Genesung wird gelingen

Und ich kann bald wieder über alle Zäune springen

Doch Frau Doktor meinte „nicht übertreiben“

Ich solle zunächst noch auf dem Boden bleiben

Alles wurde, so stand es im Plan

Für meinen defekten Rücken getan

Er wurde gewärmt, gestreckt und massiert

Und dann ist auch wirklich was passiert

Die Beschwerden wurden weniger dank der Behandlung

In der Beweglichkeit vollzog sich eine gravierende Wandlung

Viele dienstbare Geister waren stets für uns da

Die Betreuung war einfach wunderbar

Drum sag ich allen durch die Bank

Danke, Danke, herzlichen Dank !!!!

Herr G.

 

Vielen Dank für die rundum gute Betreuung.

Besonderen Lob der excellenten Küche der Klinik. Präsentation und Geschmack wie im Hotel bzw. Restaurant.

Beim nächsten Schmeterbruch komme ich gerne wieder hier her.

Mit freundlichen Grüßen

Frau W.

 

Für mich heißt es am Donnerstag, den 24. Februar 2011 nach 69 Tagen Aufenthalt Abschied zu nehmen. Es war eine lange, aber sehr fruchtbare Zeit, die ich hier in der Klinik St. Lukas verbrachte. Ich bin somit noch vom vergangenen Jahr übrig geblieben und gehöre nun schon beinahe zum „alten Inventar“ der Klinik.

Ich habe mich hier sehr wohlgefühlt, der Aufenthalt in der Klinik hat mir sehr, sehr viel gebracht. Dafür ein dickes Dankeschön den behandelnden Ärzten, den Schwestern für ihre aufopfernde und liebevolle Betreuung und meiner Psychologin Elena für die einfühlsamen und erfolgreichen Gespräche mit ihr.

Das „Rundumpaket“ der Klinik ist super! Das hervorragende Essen, die freundlichen Bedienungen, die Anwendungen in der Massagepraxis, der Frühsport und die Wassergymnastik …..(um einiges zu nennen) – alles perfekt.

Danke auch meinen Mitpatienten für ihre Kameradschaft, den Spaß den wir miteinander hatten und die aufmunternden Worte, wenn es mir nicht so gut ging. Ich werde euch sehr vermissen.

Gestärkt aus Leib und Seele verlasse ich die Klinik und gehe voller Optimismus und Zuversicht der Zukunft entgegen. Gerne werde ich an die Tage hier in der Klinik St. Lukas zurückdenken.

In großer Dankbarkeit

Herr W.

Erfahrungen aus dem Jahr 2010

Hallo ich bin zum zweiten Mal hier in der Reha. Ich bin Frau F., meine Cousine ist Frau K., wir waren im Advent hier in der Reha. Ich habe meine Harmonika hier und spielte jeden Abend Advents- und Volkslieder, so hatten 25 Frauen sehr viel Freude und sangen mit. Dann sagt eine Frau, wir spenden unserer Musikantin 1 Euro, dann sind 46 Euro zusammen gekommen und davon habe ich mir vom Schmuckkasten eine Armbanduhr gekauft. Das soll ein Andenken sein an unsere schönen Sing- und Musikabende. Auch ein schöner Gruß an Frau H. durch sie ist die lustige Musik entstanden. Bin im August 2010 nach meiner Hüftoperation zum zweiten Mal hier zur Reha. Ich bedanke mich für die gute Betreuung.

Wir fahren mit dem Bus über die Grenze nach Österreich.

Am innufer bei der Schifffahrt machen wir halt. Wir teilen uns auf: Einige fahren mit den Schiff nach Passau, andere und ich gehen in die Stadt. Schärding gefällt mir sehr gut mit seinen bunten Hausansichten und wunderschönen Blumengärten. Ich und Helga trinken Kaffee, nachträglich besuchen wir noch das Museum. Hier sieht man Steinbrüche und Skulpturen aus Granit und andere Bilder. Sehr gut gefällt mir die Zeichnung von Kubin und besonders die Geschichte von Hengt Ali. Die Zeit ist vorbei wir treffen uns wieder und fahren gemeinsam zurück zum Lukas. Es war recht schön und danke. Frau P.

 

Mit Skepsis im Sinn und Kummer in der Seele bin ich hier her gekommen – doch ohne wenn und aber, wurde ich freundlich hier aufgenommen.

Heut zu Tage ists wie ein Wunder noch Menschen zu finden, deren gemeinsam geweinte und ungeweinte Tränen betrübte und traurige Seelen verbinden.

Ebenso gibt es oftmals etwas zu lachen um Sorge zu teilen, ja zu sagen zum „neuen Weg“ und wieder Mut zu machen.

Oft war ich viel zu erschöpft – und vieles was ich wollte konnte ich nicht tun- mich überkam eine bleiernde Müdigkeit und ich musste viel Ruh´n.

Doch ich habe gehört und erfahren, in der Ruhe liegt die Kraft- so dass es wieder weitergeht und einen Schritt man auf dem „neuen Weg“ wieder nach vorn schafft.

Gemeinsam geweinte Tränen können den größten Seelenschmerz mindern- tief ins Unterbewusstsein verdrängte Verletzungen wegschwemmen und helfen schmerzliche Erinnerungen vergessen lassen um Traurigkeit zu lindern. Hier darf man sich Bedrückendes von der Seele reden- Belastendes und Erfreuliches in ein „Buch“ schreiben und wenn man es wünscht- um zu genesen auch noch etwas länger bleiben.

Deshalb auch Danke an Evelyn und allen lieben Schwestern – die ernstlich darauf bedacht- dass man nicht nur theoretisch sondern auch in der Praxis möglichst alles richtig macht.

Dr. Hitpass- er ist manchmal recht cool – er zeigt uns wo´s lang geht- durch ein Modul. Auch zeigt uns Dr. Georg eine gesundheitsfördernde Theorie, ich frag mich als Bayer: Wie krieg i des blos hi(n).

Die Elena unsere Seelenkosmetikerin, hat für unser deformiertes Ich immer wieder das richtige im Sinn. Manchmal hat man den Wunsch davonzulaufen doch unsere geschätzte Elena bringts immer wieder fertig dass wir uns wieder zusammenraufen. Allen die zu meinem seelischen und körperlichen Wohlbefinden haben beigetragen- möchte ich in dieser Form ein ganz herzliches Danke sagen.

Frau G.

Erfahrungen aus dem Jahr 2009

„Schwer ist, was man nicht wagt. Was man wagt, ist nicht schwer“ – cicero

Herzlichen Dank allen, die Anteil daran haben, dass ich mich hier wohlgefühlt habe und rundum gestärkt und gut erholt zu Hause ankommen kann.

Herr E.

Hallo ich bin Frau L.,

Ich war im Advent 2009 3 Wochen hier in der Fachklinik St. Lukas.

Es war sehr schön, ich spielte jeden Abend mit meiner Harmonika Weihnachtslieder, Volkslieder und Schlager von den 50er Jahren. Viele Frauen sangen mit und hatten sehr viel Freude. Wir bekamen Plätzchen. Ich danke vielmals und war zufrieden.

Frau F.

 

Heute geht mein Aufenthalt hier zu Ende, und ich möchte mich bei Dr. Hitpass und allen anderen Mitarbeitern und Therapeuten herzlich bedanken. Es war eine gute (nicht immer bequeme) Zeit für mich, die eine wichtige Periode in meinem Leben darstellt. Hier hatte ich (wie alle, mit denen ich gesprochen habe) niemals das Gefühl von „Einen-an-der-Waffel“, obwohl wir Patienten uns oft sp beschrieben haben. Hier werden wir abgeholt, wo wir sind und sowohl seelisch als auch körperlich sehr gut betreut. Ich fühlte mich nach anfänglichen Schwierigkeiten in der therapeutischen Gemeinschaft geborgen. Die schönen Gespräche werden mir am meisten fehlen. Die äußeren Bedingungen waren wohltuend(….) Ich bin froh, hier gewesen zu sein, werde Ihr Haus weiterempfehlen und ( mit Hilfe meines Sohnes) eine Beurteilung ins Internet stellen.

Ihre Frau L.

 

Hallo Ihr Lieben!

Viele Liebe Grüße aus Vancouver sende ich euch! Außerdem möchte ich mich nochmals ganz. Ganz herzlich für die liebevolle Bewirtung und Aufmerksamkeit bedanken, die Sie meinem Vater und mir geschenkt haben. Sie haben unsere Zeit im „St. Lukas“ bereichert! Anbei lege ich noch einige Fotos von Ihnen(wie versprochen) und außerdem noch eines von meiner Familie bei.

Tausend Dank

Frau B.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich war vom 16.04.2009-09.05.2009 zur Reha in Ihrer Klinik und möchte mich nochmals herzlich bedanken bei allen, die um meine Gesundheit bemüht waren, den Ärzten, den Schwestern und betreuenden Mitarbeitern. Ich habe mich in Ihrem Hause sehr wohlgefühlt und kann auch sagen, dass der Aufenthalt in jeder Hinsicht ein voller Erfolg war. Mein besonderer Dank gilt den Schwestern, sowie den Heil-und Pflegekräften, die für mich zuständig waren und durch ihre fürsorgliche und liebevolle Art sehr dazu beigetragen haben, dass ich mich in Ihrer Klinik wohlfühlen konnte. Ich bitte Sie, meinen Dank an die betreffenden Mitarbeiter weiterzugeben.

Ich kann Ihre Klinik jederzeit bestens weiterempfehlen.

Mit freundlichen Grüßen

Frau R.

 

Erfahrungen aus dem Jahr 2003

Liebe Frau Wunsch, Lieber Herr Wunsch;

Ein herzliches Dankeschön, ganz besonders Ihnen, sowie Ihrem liebevollem Personal, Rezeption, Küche, Restaurant, Bar und Zimmer-Service, Hausmeister und allen Mitarbeitern!

Es war ein wunderschöner, erholsamer und sehr angenehmer Aufenthalt. Ich werde noch lange davon genießen können!

Ihnen liebe Frau Wunsch und Ihrer Familie wünsche ich von ganzem Herzen Gesundheit, Glück, Zufriedenheit, in der Hoffnung, bald wieder beim Kurfürst „kuren“ zu dürfen.

Alles Liebe und Gute verbunden mit den besten Wünschen

Herzlichst Ihre Frau H.

 

Wir danken allen Patienten von Herzen, dass Sie Ihre Erfahrungen in der Klinik ,mit uns teilen. Vielen, vielen Dank!

Ihr Fachklinik St. Lukas Team

Alle Angaben beruhen auf freiwilligen Äußerung der Patienten der Klinik St. Lukas für Orthopädie und Psychosomatik. Aus Datenschutzgründen wurden die Angaben anonymisiert und teilweise gekürzt.