Herzschmerz

Herzschmerz

Die meisten von uns kennen ihn schon: damals, vor vielen, vielen Jahren, als SIE das Klassenzimmer betrat! Sie war wunderschön – und man spürt heute noch, in der Erinnerung, wie das Herz schneller schlägt. Damals war’s noch viel schlimmer: das Herz schlug bis zum Hals, es tat manchmal richtig weh! Das Herz stach in der Brust, das GEFÜHL war nicht mehr klar: kam es vom Herzen, hatte das Herz einen Schaden, oder war SIE der Grund?

Funktionelle Störungen sind so: Wir fühlen unseren Körper, aber er gibt uns keinen messbaren Grund dafür. Alle Untersuchungen bringen das gleiche Ergebnis: das Herz ist in Ordnung!

Herzneurose heißt die Störung. Sie wird von Angst und sogar Panik begleitet, der/die Betroffene geht im Augenblick des Auftretens davon aus, sterben zu müssen. Deshalb tut man alles, um das Herz zu entlasten: Anstrengungen vermeiden, regelmäßiges (zwanghaftes) Pulsmessen, in schlimmen Fällen zieht man um – in die Nähe einer Klinik – am besten einer Herzklinik.

Aus Wikipedia:

Im akuten Zustand reichen häufig schon die Anwesenheit und das Gespräch mit einem Arzt zur Beruhigung. Ansonsten sind Tranquilizer [6] (allerdings wegen der Suchtgefahr nur vorübergehend und bei stark ausgeprägter Symptomatik [7]) oder Betarezeptorenblocker indiziert. Neuroleptika und Antidepressiva, welche die Herzfrequenz und damit die Angst steigern können, sind nicht angebracht.

Entscheidend ist jedoch eine möglichst rasch einsetzende Psychotherapie. Die Bearbeitung der Veranlassung und der Konfliktsituation gleich nach dem ersten Angstanfall kann in manchen Fällen eine weitere phobische Entwicklung aufhalten. Später ist die Behandlung schwieriger und zeitaufwendiger. Auch Verhaltenstherapie (Desensibilisierung, Selbstsicherheitstraining) hat sich bei Herzphobien bewährt.

Wenn wir also damals, als SIE unser Klassenzimmer betrat, weniger Angst vor dem Versagen gehabt hätten, wenn wir die LÖSUNG gekannt hätte, wie wir IHR Herz erobern könnten, dann hätten wir unser Herz sicherlich weniger stark gefühlt. Herzschmerz entsteht meistens dann, wenn wir nicht gut genug mit unseren Gefühlen umgehen können. Wenn unsere Gefühle immer stärker werden, weil wir sie nicht behandeln, weil wir nicht wissen, wohin damit?

In einer Klinik für Psychosomatik lernen Sie den Umgang mit Gefühlen.